Datenanalyse zeigt: EU-Dublin-System war fairer als sein Ruf (euobserver.com)
- Analyse von über 500.000 Dublin-Transfers (2008–2024) zeigt leicht verbesserte Verteilungsgerechtigkeit zwischen EU-Staaten.
- Transfers mit positivem Effekt auf die Verteilung überwogen negative im Verhältnis 2:1.
- Effekt entstand nicht durch Design, sondern durch selektive Annahme und gerichtliche Stopps durch Mitgliedstaaten.
"Eine neue Studie analysiert über 500.000 Dublin-Transfers zwischen 2008 und 2024 und kommt zu dem Schluss, dass das System zu einer etwas gerechteren Verteilung der Verantwortung zwischen den EU-Staaten beigetragen hat. Die Transfers, die die Verteilung verbesserten, überwogen diejenigen, die sie verschlechterten, im Verhältnis zwei zu eins. Dies widerspricht der vorherrschenden Kritik, dass das System die südlichen Mitgliedstaaten systematisch benachteilige. Der Effekt entstand jedoch nicht durch bewusste Gestaltung, sondern durch die Praxis der Mitgliedstaaten, Transfers zu stoppen oder selektiv zu akzeptieren. Der neue Migrationspakt, der am 12. Juni in Kraft tritt, formalisiert die Solidarität, birgt aber auch Risiken einer ungleichen Lastenverteilung."
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