Ungarns Energiewende zwischen Solar-Boom und russischer Abhängigkeit (cleanenergywire.org)
- Ziel von 12 GW Photovoltaik-Leistung bis 2030 bei gleichzeitigem Kohleausstieg bis 2029.
- Anhaltend hohe Importabhängigkeit: Russland liefert den Großteil der fossilen Brennstoffe und Kernbrennstoffe.
- Massive staatliche Förderung für über 30 Batteriefabriken (z. B. BYD, BMW) zur Sicherung der industriellen Basis.
"Ungarn verfolgt einen widersprüchlichen Weg zur Klimaneutralität bis 2050. Während die Solarkapazität massiv ausgebaut wird und das Land zu einem globalen Zentrum für die Produktion von Batterien für Elektrofahrzeuge aufsteigt, bleibt die Abhängigkeit von russischen Importen kritisch. Im Jahr 2024 bezog Ungarn 74 % seines Erdgases und 48 % seines Erdöls aus Russland. Die Regierung Orbán nutzt diese Abhängigkeit als geopolitisches Druckmittel, insbesondere im Konflikt mit der Ukraine um die Druzhba-Pipeline. Gleichzeitig wird der Ausbau des Kernkraftwerks Paks II durch den russischen Staatskonzern Rosatom vorangetrieben, trotz Verzögerungen und rechtlicher Hürden durch die EU. Die bevorstehenden Parlamentswahlen am 12. April stellen die aktuelle Energiepolitik vor eine Zerreißprobe, da Herausforderer Péter Magyar ein Ende der Abhängigkeit von Russland bis 2035 verspricht."
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