Pharmazeutische Souveränität als Verteidigungspriorität (iss.europa.eu)
- Über 33 % Abhängigkeit bei Schlüsselvorläufern für lebenswichtige Antibiotika.
- Massive staatliche Subventionierung des chinesischen Pharmasektors durch gezielte Industriepolitik.
- Dringender Handlungsbedarf durch den 'Critical Medicines Act' und strategische Diversifizierung.
"Die Abhängigkeit der EU von China bei pharmazeutischen Wirkstoffen und Vorläuferchemikalien stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Ein Stresstest zeigt, dass kritische Medikamente, insbesondere Antibiotika, hochgradig anfällig für Lieferkettenunterbrechungen sind. Während China seine Dominanz durch massive staatliche Subventionen und protektionistische Industriepolitik ausgebaut hat, droht Europa den Anschluss bei Innovationen zu verlieren. Die Autoren fordern eine strategische Stärkung der verbleibenden Produktionskapazitäten, eine Diversifizierung der Bezugsquellen durch den 'Critical Medicines Act' und eine Neuausrichtung der Industriepolitik, um gesundheitspolitische Souveränität als integralen Bestandteil der europäischen Verteidigungsstrategie zu verankern."
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