Die tektonische Verschiebung der Weltwirtschaft (legrandcontinent.eu)
- Chinas Anteil am globalen BIP stieg von 2 % (1974) auf 22 % (2022).
- Neoliberalismus weicht in westlichen Staaten zunehmend einem nationalen Markt-Liberalismus.
- Geopolitische Konflikte sind primär das Ergebnis interner sozioökonomischer Ungleichgewichte.
"Branko Milanović analysiert die gegenwärtige Ära als eine 'Große Transformation', geprägt durch den Aufstieg Chinas und die Erosion des Neoliberalismus. Die globale Machtverschiebung vom Westen nach Asien hat zu innenpolitischen Verwerfungen geführt, die den Liberalismus in einen nationalen Merkantilismus verwandelt haben. Milanović argumentiert, dass die US-Außenpolitik heute durch die Notwendigkeit getrieben ist, den chinesischen Aufstieg zu bremsen, um den sozialen Unmut der eigenen Mittelschicht zu dämpfen, die unter Globalisierung und Lohnstagnation leidet. Dieser Prozess zementiert eine Ära der geopolitischen Rivalität, die weit über rein ökonomische Differenzen hinausgeht."
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