Gericht gegen Memorial: Russland kriminalisiert Erinnerung an die Opfer (faz.net)
- Formelle Einstufung von Memorial als extremistische Organisation
- Systematische Kontrolle des historischen Narrativs durch den Kreml
- Einschüchterungsversuche gegenüber zivilgesellschaftlichen Akteuren und internationalen Partnern
"Das Oberste Gericht Russlands hat die Menschenrechtsorganisation Memorial offiziell als extremistisch eingestuft. Dieser Schritt markiert eine Zäsur in der russischen Innenpolitik, bei der die staatliche Kontrolle über das historische Gedächtnis institutionalisiert wird. Ziel ist die vollständige Neutralisierung von Organisationen, die sowjetische Verbrechen dokumentieren. Die Entscheidung zielt darauf ab, sowohl inländische als auch ausländische Unterstützer durch strafrechtliche Drohungen einzuschüchtern und den Diskurs über die Geschichte des Landes vollständig unter staatliche Hegemonie zu stellen."
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